Fritten

Mustela putorius furo - das Frettchen Fritten? Pommes? Kann man das essen?

…ähnliche Gedanken mag manch einem beim lesen der Überschrift durch den Kopf fahren. Daher eine kurze Aufklärung.

Als “Fritten” werden lediglich liebevoll Haustiere der Art Mustela putorius furo bezeichnet. Und das natürlich hauptsächlich von deren Besitzern.

Immernoch Bahnhof?

Nun, es handelt sich hierbei schlicht um Frettchen – kleine wuselige Kobolde, welche einem das Leben ungemein versüßen können, aber auch jede Menge Aufmerksamkeit von ihren Dosenöffnern verlangen. Die vom Iltis abstammenden Bodenbewohner sind extrem neugierig, lieben es durch Röhren zu krabbeln und haben auch schon mal Schmusegelüste oder aber Bissanfälle. Die meiste Zeit des Tages (und der Nacht) schlafen sie, aber wenn sie wach sind, erfordern sie doch einiges an Aufmerksamkeit. Aber mehr dazu eventuell im weiteren.

Wie alles begann…

Kuscheln auf dem Schaffell Irgendwannn reifte bei uns der Gedanke, unsere Studentenwohnung ein wenig mit Leben zu füllen – wobei wir da nicht so auf Hund oder Katze gezielt haben, sondern auf ein paar andere Gesellen. Nach einer kurzen Einlebezeit unsererseits in der Wohnung, haben wir uns auf die Suche nach einem Frettchenpaar gemacht, was sich als nicht unbedingt einfach heraus stellte. Einige Zeit wurden Foren und Announcen durchstöbert und nach etwas passendem Ausschau gehalten. Irgendwann stießen wir dann über 100 Ecken und einige Weiterleitungen per Telefon auf zwei Fretttchen, welche als Abgabetiere in Kronach (Bayern) auf ein neues Zuhause warteten.

Ursprünglich kamen die beiden aus erschwerten Haltungsbedingungen (Käfig auf einem Balkon, mit kaum mehr als einer Kuscheldecke und ohne Spielzeug), wo sie von einer Dame von der Frettchenhilfe (ein Verein, der sich um solche Fälle bei Frettchen kümmert) gerettet wurden.

Die zwei sind zum einen Rumpel, ein Iltis-Rüde mit einer chronischen Bronchitis und Tosca, eine etwas bissige Albino-Fähe. Beide sind ca. 5 Jahre alt und aufgrund ihrer früheren Haltung nur wenig verspielt (was natürlich eine Herrausforderung darstellt :) )

Dort haben wir die beiden dann, nachdem Rumpel kastriert worden war, abgeholt und hier ins heimische Freiberg geschafft.

Und dann?

Was ist denn das für ein Tier? Mittlerweile haben sich die beiden Freddels gut eingelebt. Sie haben ihren umgebauten Kleiderschrank erobert, lassen schon einigermaßen begeistert mit sich spielen und manchmal schlafen sie auch schon friedlich bei einem auf dem Arm. Sie gehen gerne mit hinaus und lassen sich auch schon ein wenig an der Leine führen (auch wenn sie zimlich machen was sie wollen).

Inzwischen können wir uns ein Leben hier ohne die beiden auch kaum noch vostellen. Sie bereichern das Leben wirklich ungemein!

*chrrrr*